Flüchtlingszahlen bleiben auf niedrigem Niveau

225 Flüchtlinge wird das Regierungspräsidium dem Wetteraukreis im vierten Quartal 2016 zuweisen. „Das entspricht in etwa dem Niveau des zweiten und dritten Quartals in diesem Jahr. Von diesen 225 werden wir als Kreis 100 übernehmen und 125 Personen den Wetterauer Städten und Gemeinden zur Unterbringung zuweisen,“ so Landrat Joachim Arnold.

Der Wetteraukreis hat die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister informiert, wie viele Flüchtlinge  jeweils in die einzelnen Kommunen zugewiesen werden. „Dafür haben wir ein differenziertes Berechnungsmodell erarbeitet, das sich nicht nur an der Einwohnerzahl der Städte und Gemeinden orientiert, sondern auch die vorhandenen Plätze in kreiseigenen Unterkünften berücksichtigt. Bei der Berechnung der Neuzuweisung ist die Stadt Büdingen bis auf weiteres außen vor, weil sie hier eine  hessische Erstaufnahmeeinrichtung mit bis zu 800 Plätzen betreibt, von diesen sind etwas über die Hälfte in den letzten Wochen tatsächlich belegt. In mehreren Städten und Gemeinden gibt es noch ein Aufnahmeplus, das heißt, sie haben in den letzten Monaten mehr Flüchtlinge aufgenommen als sie nach der Quote hätten aufnehmen müssen. Damit konnte das Aufnahmeminus in anderen Kommunen ausgeglichen werden“, erläuter Arnold das Verteilungsverfahren.

Insgesamt sieht der Wetterauer Landrat die Situation derzeit als geordnet an. Vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus, da wurden für das vierte Quartal mehr als 1.300 Flüchtlinge avisiert und binnen weniger Tage musste eine Notaufnahmeeinrichtung in zwei Turnhallen in Nidda bereit gestellt werden. „Ich bin froh, dass die Situation sich entspannt hat und wir jetzt genügend Zeit und Ressourcen haben, die Menschen, die zu uns kommen, ordentlich unterzubringen“, so Landrat Arnold.

veröffentlicht am: 26. Oktober 2016